Kroatien - Reiseführer

                                        


Geographische Lage
Kroatien erstreckt sich von den östlichen Alpenrändern im Nordwesten und vom pannonischen Flachland im
Osten über das Dinara-Gebirge im mittleren Teil bis zur Adria- Küste im Süden des Landes.

Fläche des Festlandes
56.542 km2, die Fläche der territorialen Gewässer beträgt 31.067 km2.

Einwohnerzahl
4.437.460

Hauptstadt
Zagreb (779.145 Einwohner- das Wirtschafts-, Verkehrs-, Kultur- und Wissenschaftszentrum des Landes)

Küstenlänge
5835 km - davon 4057 km Küste der Inseln, Klippen und Felsen Anzahl der Inseln, Klippen und Felsen: 1185.
Die größten Inseln sind Krk und Cres. Bewohnt sind 67 Inseln.

Klima
Im Norden Kroatiens herrscht kontinentales Klima, im mittleren Teil des Landes Gebirgsklima und an der
Küste mediterranes Klima vor. Wintertemperaturspanne von -1 zu 30°C in der kontinentalen Region, von -5
zu 0°C in der Gebirgsregion und von 5 zu 10°C im Küstengebiet. Sommertemperaturspanne von 22 zu 26°C
in der kontinentalen Region, von 15 zu 20°C in der Gebirgsregion und von 26 zu 30°C im Küstengebiet.

Nationale Struktur
Den Großteil der Bevölkerung bilden die Kroaten. Die nationalen Minderheiten sind: Serben, Ungarn,
Tschechen, Slowaken, Italiener u.a.

Amtssprache und Schrift
Kroatische Sprache und lateinische Schrift.

Religionen
Der Großteil der Bevölkerung ist römisch-katholisch, einen kleineren Teil bilden Orthodoxe, Moslems und
verschiedene andere Glaubensbekenntnisse.


Das Adriatische Meer
Die Adria erhielt ihren Namen nach dem ehemaligen, gleichnamigen Hafen der Stadt Adria. Dies ist auf die
Wirkung geologischer Kräfte zurückzuführen, weswegen sich die Nordküste gehoben und die Südküste
gesenkt hat. Die Adria umfasst das Gebiet zwischen der Balkan- und Apenninenhalbinsel.
Der zur Republik Kroatien gehörende Teil ist das Gebiet der Ostküste, die sich von Prevlaka im Süden bis
zum Kap Savudrija im Westen erstreckt, einschließlich der großen und kleinen Inseln und Riffe, die der Küste
vorgelagert sind sowie des Archipels Palagruza (es gibt über 1700 große und kleine Inseln und Riffe). 
Dieses Gebiet ist einzigartig in Europa, sowohl für Kreuzfahrten mit Motor- , Gleit- oder Segelbooten als 
auch für die Erkundung der Unterwasserwelt.

Tiefen
Die Adria ist an der Küste Istriens am seichtesten, dort ist sie nicht einmal 50 Meter tief. Ab Pula senkt sich
der Meeresboden langsam und bildet eine lange, enge Senke, Jabucka kotlina (Becken von Jabuka) genannt,
die sich von der Insel Zirje in Richtung Italien erstreckt. Hier ist die tiefste Stelle ca. 240 Meter. Vom Becken
Jabucka kotlina aus erhebt sich der Meeresboden bis zum Palagruski prag (Schwelle von Palagruza, so
genannt wegen der Form), wo der tiefste Punkt 130 Meter beträgt. Nach Süden hin fällt der Boden steil in
Richtung des Südadriatischen Beckens, wo die größte gemessene Tiefe um die 1300 Meter beträgt.

Meerestemperatur
Das Adriatische Meer weist eine ausgeprägte jährliche Änderung der Oberflächentemperatur aus. Die
mittlere Jahrestemperatur beträgt 11 °C. Im Winter ist das Meer am kältesten, und die Oberflächen-
temperatur beträgt um die 7 °C, sehr selten sinkt sie noch weiter. Im Frühling fängt das Meer an sich zu 
erwärmen und die Oberflächentemperatur steigt bis 18 °C. Im Sommer, wenn die Erwärmung am stärksten 
ist, steigt die Temperatur an der Meeresoberfläche von 22 bis zu 25 °C und in der südlichen Adria und in 
Istrien bis 27 °C. In der Adria kann man Termoklinen, d.h. Grenzflächen zwischen dem warmen Oberflächen-
wasser und kaltem Tiefenwasser, sehr gut unterscheiden. Die Termoklinen sind am deutlichsten im Sommer
zu beobachten, während es im Winter zur Erscheinung der Isothermie kommt, bzw. des Temperatur-
ausgleichs zwischen dem Oberflächen- und Tiefenwasser. Im Sommer kann man die erste Termokline in 
einer Tiefe von 3 bis 5 Metern beobachten, die nächste bei 12 Metern. Dann folgt ein Sprung auf 18 Meter, 
während unterhalb von 30 Metern die Temperatur während des ganzen Jahres im großen und ganzen 
konstant bleibt.

Wellen in der Adria
Wellen enstehen in erster Linie als Folge der Windstärke. Je größer die Reichweite, bzw. je größer die 
Fläche ist, über die der Wind bläst, desto größer werden auch die Wellen. Ihre Stärke hängt von der Gestalt 
der Küste ab und dementsprechend davon, wie die Küste ihnen ausgesetzt ist. Auf diese Weise wird die 
Vermengung der oberen Meeresschicht mit dem Wasser aus der Tiefe ermöglicht, und es erfolgt ein 
Austausch der Gase zwischen der Atmosphäre und dem Meer. Wir unterscheiden Berg und Tal bei einer 
Welle. Die Länge einer Welle ist die Entfernung zwischen zwei Tälern. Die normale Wellenhöhe in der Adria 
liegt zwischen 0,5 und 1,5 Metern. Wellen über 5 Meter sind ganz selten.


Meteorologische Daten

Das Klima
Das Klima am Adriatischen Meer ist typisch mediterran, mit milden regnerischen Wintern, und heißen,
trockenen Sommern. Die Lufttemperatur wechselt abhängig von dem Gebiet. So werden die
Sommertemperaturen im Juli im nördlichen Teil um die 34 ºC sein, während sie im südlichen Teil bis zu 
38 ºC steigen werden. Im Winter sind die kältesten Temperaturen (bis - 16 ºC) im Gebiet der nördlichen 
Adria gemessen worden, während im südlichen Teil nie -6 ºC unterschritten wurden.

Winde
An der Adria wehen am häufigsten Bora, Jugo (Südwind) und Maestral (Nordwestwind).

Bora
Bora ist ein trockener, kalter Fallwind, der stoßweise aus Nord-Nordost in Richtung Ost-Nordost bläst. Die
Windrichtung wird am meisten von der Gestalt der Küste beeinflusst. Die Heftigkeit des Bora wird durch das
gleichzeitige Auftreten der warmen Luft über der Meeresoberfläche und der kalten Luftschicht über den
Gebirgsketten auf dem Küstenland erklärt, die starke Luftströmungen verursachen, um den Druckausgleich 
zu erreichen. Der Bora bläst vorwiegend im Winter. Im Sommer dauert er einen Tag oder einige Stunden, 
während er im Winter bis zu 14 Tagen andauern kann.

Jugo
Jugo (Südwind) Jugo, auch siroko (Schirokko) oder silok genannt, ist ein warmer und feuchter Wind, der von
Ost - Südost nach Süd - Südwest bläst. Die Folge sind hohe Wellen und Regen. Der Jugo ist für die Süd-
adria charakteristisch, wo er länger und heftiger bläst als im nördlichen Teil. Im Sommer weht er bis zu drei 
Tagen, und im Winter sogar bis zu drei Wochen. Die Vorzeichen des Jugos sind die Windstille am Meer,
die schwachen Wechselwinde, der trübe Horizont, der Temperatur- und Feuchtigkeitsanstieg, sowie der 
allmähliche Luftdruckabfall. Die Wellen aus südöstlicher Richtung werden immer größer.

Maestral (Nordwestwind)
Maestral, auch maestral oder smorac genannt, ist ein termischer Tageswind, der aus Richtung Nordwest 
bläst und als Folge des Unterschieds in der Erwärmungsgeschwindigkeit des Festlandes und des Meeres 
entsteht. Er ist vom Frühling bis Herbst aktiv und wechselt innerhalb eines Tages mehrmals die Richung. An 
der Südadria ist der Maestral ausgeprägter als an der Nordadria und fängt auch früher zu blasen an.

Burin (leichter Bora)
Burin ist ein Wind, der entgegengesetzt zum Maestral bläst. Er bläst nachts, hauptsächlich aus Richtung 
Nord oder Nordost an der Nordadria, und von Ost oder Südost an der Südadria. Am stärksten ist er vor 
dem Morgengrauen aber bald darauf legt er sich.


Kommunikationsdienst
Die ganze kroatische Küste ist ziemlich gut mit Radiokommunikation ausgestattet. Der Radiodienst zum
Schutz von Menschenleben und für die Sicherheit der Seefahrt wird von Plovput aus Split betrieben, mittels
der Radiosender Radio-Split und Radio-Dubrovnik, die für die Südadria zuständig sind, und Radio-Rijeka,
das für den nördlichen Teil der Adria zuständig ist.
Nach den Standards des GMDSS Systems (Global Maritime Distress and Safety System) ist der Kanal der
automatisierten Annahme von digitalen Notrufen der Kanal 70, danach wird die Kommunikation auf den
Arbeitskanal des Küstenamtes, bzw. des Hafenamtes (16 oder 10) übertragen. Das GMDSS System wird
seit dem 1. Februar 1999 verwendet, aber auf dem bisherigen UKW-Kanal für die Notrufe, dem Kanal 16,
wird das ununterbrochene Abhören für einige Zeit weiterhin möglich sein.
Für den direkten Ruf an die Hafenämter benutzt man Kanal 10.

In Kroatien gibt es drei kommerzielle Systeme für mobiles Telefonieren: Mobitel 099, Cronet 098 und 
VipNet 091.

Inseln
Kroatien ist in der Tat ein Land der Inseln. Es gibt ihrer mehr als Tausend. Jede ist anders. Nur einige sind
besiedelt. Aber jede, wirklich jede, ist etwas besonderes. Jede hat ihre eigene Geschichte und ihr eigenes
Schicksal. Es ist menschlich, eine Schwäche zu haben. Gute Kenner der kroatischen Inseln haben Tausende
Schwächen. Genauer: 1185. So viele große und kleine Inseln und Riffe gibt es nämlich, die der 1777
Kilometer langen Festlandküste des Adriatischen Meeres vorgelagert sind.

Die Blue Fahne
Die Blaue Fahne ist ein Projekt zum Schutz des Meeres und Küstenlandes, das in Europa seit etwa 15
Jahren durchgeführt wird und Strände sowie Jachthäfen umfasst. Ab dem Jahr 2000 wird sich dieses 
Projekt über die ganze Welt ausbreiten.
In Kroatien wird dieses Projekt seit 1997 durchgeführt, nachdem der Verband "Pokret prijatelja prirode"
(Bewegung der Naturfreunde) "Lijepa nasa" von der Europäischen Stiftung für Umwelterziehung 
(Foundation for Environmental Education in Europe-FEEE) zum nationalen Koordinator und Träger dieses 
Projekts in der Republik Kroatien ernannt worden war.
Die Blaue Fahne symbolisiert eine bewahrte, sichere und angenehme Umwelt, die zur Unterhaltung, 
Erholung und Rekreation bestimmt ist. Dies schliesst jedoch auch ein ausgearbeitetes System des 
Gebietsmanagements und eine kontrollierte Entwicklung des Tourismus mit ein.
Die mit der "Blauen Fahne" ausgezeichneten Strände und Jachthäfen, bieten eine hohe Dienstleistungs-
qualität an, haben ein sauberes Meer und eine saubere Küste, und die Strände sind vorbildlich und
entsprechend eingerichtet.
Die Blaue Fahne ist nicht nur ein Symbol der Qualität und der ökologisch bewahrten Umwelt, sondern sie
stellt eine erstklassige Werbung für den Tourismus dar.
Das Recht, dieses Prestigesymbol zu hissen, haben nur die Strände und Jachthäfen, die alle notwendigen
Voraussetzungen erfüllt haben. Diese sind durch besondere Kriterien festgelegt, aber allen gemeinsam ist,
dass sie sich auf Folgendes beziehen: auf die Qualität des Meeres und der Küste, die Umwelterziehung, 
das Informieren der Öffentlichkeit, das Umweltmanagement und Sicherheit und Dienstleistungen.
Die Blaue Fahne wird für den Zeitraum von einem Jahr erteilt und Anfang Juni gehisst. Für jeden folgende
Zeitraum ist es notwendig, vor Beginn der touristischen Saison einen Fragebogen auszufüllen, der sich auf
die Kriterien bezieht, um die Lizenz zu verlängern.
In Kroatien wurde mit diesem Projekt im Jahre 1997 begonnen, und im nächsten Jahr erfüllte der Jachthafen
Punat alle erforderlichen Vorauszetzungen.
Im Laufe des Jahres 1999 wurden 13 Strände und Jachthäfen mit der "Blauen Fahne" ausgezeichnet. Im
Jahre 2000 flatterte dieses Prestigesymbol für Sauberkeit und Qualität an sogar 22 Stränden und Jacht-
häfen.


Kulturerbe
Historische Tatsachen - Kroatien ist nicht nur wegen seines sauberen und blauen Meeres etwas 
Besonderes, sondern auch wegen der verschiedenen Kulturen, die sich durch die Jahrtausende auf diesem
Gebieten abgewechselt haben.

Das Adriatische Meer stellt nicht nur einen Meerbusen dar, mit dem das Mittelmeer tief in das europäische
Festland eingedrungen ist und damit den ökonomischsten Verkehrsweg zwischen Europa und dem Osten
geschaffen hat, sondern es ist auch die Wiege der alten Zivilisation.

Davon sind zahlreiche materielle Zeugnisse erhalten geblieben, die langsam aus der Tiefe adriatischer
Höhlen und aus den azurblauen Tiefen des Meeres ans Tageslicht kommen.

Es wurde festgestellt, daß die östliche Adriaküste bereits zu Beginn der jüngeren Steinzeit besiedelt war und
fand man Beweise dafür, dass die meisten der zugänglichen Inseln besiedelt waren (z. B. Funde in Höhlen
auf der Insel Hvar, auf der Insel Palagruza usw.).

Dank der günstigen geographischen Merkmale unserer Küste, die durch zahlreiche größere und kleinere
Buchten gegliedert ist, war dieser Küstenstreifen von jeher ein wichtiger Handels- und Verkehrsweg. Durch
archäologische Funde wurde festgestellt, dass die alten Griechen im 6. Jahrhundert v. Chr. Schiffsverkehr 
mit den Illyrern unterhielten und hier ihre Kolonien gründeten (z.B. Pharos - das heutige Starigrad auf der 
Insel Hvar, Issa - das heutige Vis auf der gleichnamigen Insel.) Später kamen die Römer, die nicht nur 
Paläste und Sommerhäuser bauten, sondern auch intensiv die Meere befuhren. Davon zeugen viele 
unterseeische Fundorte, die es verstreut auf dem Grund unseres Meeres -von Pula bis Cavtat - gibt. 
Meistens handelt es sich um Funde von Amphoren, die damals die alltägliche Verpackung darstellten, in 
denen alles Mögliche verstaut wurde: vom Wein bis zu Getreide und Duftstoffen. Wo auch immer Sie 
tauchen werden, Sie werden auf die Reste antiker, gesunkener Schiffe und ihrer Ladungen stoßen. Als einer 
der vielleicht wertvollsten Funde aus der Zeit sind die Reste riesiger Tonwaren ("Pithos") zu betrachten, die 
in die Schiffe eingebaut wurden und zur Verschiffung von Schüttgütern (Getreide und ähnlichem) dienten. 
Ein Fundort befindet sich unweit von Cavtat und der andere bei der Insel Murter.

Nach der Ankunft der Slawen in dieses Gebiet begann eine neue Periode, die durch ständige Kämpfe um
die Vorherrschaft und die Verteidigung gegen verschiedene Feinde gekennzeichnet war. Dubrovnik
entwickelte sich zur Republik, die in Kultur und Handel mit gutem Beispiel voranging. Ein Schiffbruch aus
dem 17. Jahrhundert zeugt von jenen Zeiten. Es handelt sich um eine Galeere, die in Venedig ausgelaufen
war und Glas aus Murano, Fensterglas und andere wertvolle Gegenstände geladen hatte. Außerdem war
sie mit Kanonen bewaffnet.Während eines Sturms bei der Insel Olipe, unweit von Dubrovnik, versank die
Galeere.

Im 18. Jahrhundert kam Napoleon, der nach kurzer Herrschaft von Österreich abgelöst wurde. Im Lauf der
folgenden Jahrhunderte kämpfen Österreich und Italien um die Vorherrschaft an der Ostküste, was in der
"Viska bitka", der Schlacht um Vis, im Jahre 1866 kulminierte. Auf der einen Seite war die österreichische
Flotte, die von Tegetthoff angeführt wurde, der sich auf der Panzerfregatte "Erzherzog Ferdinand Max"
befand, und auf der anderen Seite war Admiral Persano als Befehlshaber der italienischen Flotte. Im Laufe
der Schlacht versenkte Tegetthoff das Schiff von Persano, der sich auf dem Panzerschiff Re d"Italia befand.
Danach begannen sich die Italiener zurückzuziehen, womit sie die Niederlage zugaben.

Beiweise aus diesen berühmten Zeiträumen finden sich auf dem Festland, aber auch unter Wasser und zwar
in Form von Wracks und Überresten der Schiffsladung. Es folgte die Herrschaft der österreichisch-
ungarischen Monarchie. Häfen und Wellenbrecher werden gebaut und verstärkt, Handel und Schiffbau 
blühen. Während der zwei Weltkriege war die Adria eines der wichtigeren Schlachtfelder, wovon eine große 
Zahl von Wracks zeugt.
Rund um Pula, dem damals wichtigen Kriegshafen, wurden bis heute etwa 20 Wracks aus jener Zeit 
gefunden: U-Boote, Zerstörer oder Torpedoboote. Das Adriatische Meer war immer schon ein wichtiger 
Verbindungsweg zwischen dem Osten und dem Westen, was heute an den Überresten zu sehen ist, die uns 
daran erinnern, die Vergangenheit nicht zu vergessen, sondern sie als Lehre für die Zukunft zu begreifen.


Kroatische Küche

Wird aufgrund ihrer Vielfältigkeit und Heterogenität oft “Küche der Regionen” genannt. Ihre Ursprünge 
reichen bis in vorslawische Zeiten zurück. Die deutlichsten Unterschiede sowohl in der Auswahl der Zutaten 
als auch in der Zubereitungsweise bestehen zwischen dem kontinentalen Teil Kroatiens und der 
Küstenregion. Die Küche des Binnenlandes ist vor allem durch ihre Kontakte mit anderen, heute 
bekannteren Küchen charakterisiert: der ungarischen, Wiener und türkischen Küche, während sich die 
Küche der Küstenregion durch die Einflüsse sowohl der griechischen, römischen und illyrischen als auch 
der modernen Küche des Mittelmeerraumes auszeichnet, insbesondere der französischen und italienischen.
Von der hohen Eßkultur Kroatiens zeugt eine beachtliche Anzahl von Büchern. Im europäischen Vergleich
befraßten sich hier Bücher bereits relativ früh mit kulinarischen Themen. beispiele sind das Gazophylacium
von Belostenec, ein lateinisch-kajkavisches Wörterbuch, das einem ähnlichen französischen Wörterbuch
vorausging, weiterhin die belletristische Literatur Marulics, Hektorovics, Drzics und anderer Autoren sowie
das Werk Ivan Bierlings aus dem Jahr 1813 (übersetzt aus dem Deutschen), das Rezepte zur Zubereitung
554 verschiedener Gerichte enthält und als erstes kroatisches Kochbuch gilt.

Quelle: AdriaTurist - Labin - Croatia


 
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